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Kapitel 16: BFF - Aloscha und seine Wodkaflasche

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Tanja ballte die Fäuste. "Glaub mir, Isabella", sagte sie, "die wollten mich wegen Mordversuch zu zwanzig Jahren Haft verurteilen! Eigentlich sollten es sogar fünfundzwanzig Jahre sein, aber sie haben noch eine kleine Gnade walten lassen, weil ich nur versucht habe, Greta umzubringen, es aber nicht ganz geschafft habe! Boah, das war so frech, dass sie überlebt hat! Sie hat sich in letzter Sekunde an einen kleinen Felsen gehangen und ist von dort aus langsam zu Boden getaumelt!" Isabella hörte ihr gebannt zu. "Ja, echt spannend!", sagte sie. Tanja lehnte sich zurück und sah Isabella ernst an. "Übrigens", sagte sie, "Marlen ist irgendwie abgehauen. Deshalb müsstest du morgen das Essen für Aloscha kochen. Tut mir leid, aber es ist so!" Sie zuckte so unschuldig wie möglich die Schultern. "Natürlich werde ich dich dafür mit einem Schmuckstück belohnen!", sagte sie nach einer kurzen Stille. Isabellas Augen blitzten gierig. "Ja,...

Kapitel 15: Marlene Dietrich, Ronaldo und Mark Forster

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Als Aloscha gegangen war, stellteTanja sich vor die Tür ihrer WG und klopfte. "Ich bin's, Tanja! Macht jetzt auf!" Isabella öffnete. "Hallo Tanja!", sagte sie und strich sich eine schwarze Strähne aus dem Gesicht. "Priviet." Tanja nickte ihr kurz zu, dann wandte sie sich an Marlen. "He, Marlen", sagte sie, "bereite dich mal auf Aloscha vor! Der kommt morgen! Koch ihm was!  Mach dalli!" "Okay", sagte Marlen. "Was soll es denn für den gnädigen Herrn sein? Rote-Bete-Suppe mit Dill? Maultaschen mit Frischkäsefüllung und Pflaumensoße?" "Bisschen kennst du dich schon aus", grummelte Tanja, "aber eine andere Füllung wäre auf jeden Fall erforderlich. Zu Frischkäsefüllung kann ich nur 'Bäh!' sagen. Was hat sie auch in meinen leckeren Piroggen zu suchen?" Sie schüttelte angewidert den Kopf. "Und was für eine Füllung wäre denn gut?", fragte Marlen. "Laber doch nicht so viel! Du kan...

Kapitel 14: Judithchen und Evitchen

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Am nächsten Morgen saßen Vanessa, Vera, Lisa, Eva, Maria, Paula, Bobby, Lina, Julia und Mark wieder auf der Bank im Garten von Nandre und Zarahs Haus und warteten auf Nandre und Zarah. Dabei sahen sie völlig lustlos und sehr verdrießlich aus. Niemand von ihnen hatte richtig Lust auf den Spaziergang durch den Park. Nach einer Weile kam Nandre aus dem Haus. "Wo bleibt Zarah?", fragte Julia und Lina gähnte gelangweilt. Ihr war es egal, wo Zarah war. "Die macht noch ihren Schwangerschaftstest", erklärte Nandre. "Oha", sagte Lisa. Sie versuchte, möglichst erstaunt zu klingen. Zarah kam aus dem Haus. Vanessa, Vera, Lisa, Eva, Maria, Paula, Bobby, Lina, Mark, Julia, Nandre und Zarah gingen in den Park. Eva, Maria und Paula redeten leise über Anom und Bobby. Der Welpe selbst lief fröhlich vor ihnen her, bellte ab und zu und setzte sich manchmal brav auf den Boden, damit Paula ihm ein Leckerli gab. Julia tuschelte mit Mark. Lina ging neben den beiden her und dachte...

Kapitel 13: Bobby

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"Isabella? Was willst du machen?", fragte Marlen. "Mich hat nur erstaunt, dass du gesagt hast, dass Greta deine Schwester ist", sagte Isabella und ging weg. "Wem schenken wir ihn bloß?", grübelte Marie. Franziska kratzte sich am Kopf. "Hmm. Weiß ich auch nicht." Dann rief Marie: "Aber ich! Stella! Jetzt, wo sie bei Nek wohnt, wäre ein Abschiedsgeschenk doch genau das Richtige!" "Nee", sagte Franziska kopfschüttelnd, "die hat doch schon ihr Riesengeschenk Nek. Außerdem mag sie auch nur Bichon Frisés und Tibetterrier." "Stimmt. Dann vielleicht Paula? Die liebt doch alle Tiere!", schlug Marie vor. "Ja! Super!", rief Franziska. Marie schnitt ein paar Streifen von der Krepbandrolle und klebte sie auf ein wackelndes, großes Paket. Dann schrieb sie auf die Streifen Wörter wie "Achtung", "Zerbrechlich", "Kuschelbedarf", "Wertvoll", "Beweglich", ...

Kapitel 9: Hotel, Pool, Palmen, Bahamas

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"Goldenes Gulag, warte", wisperte Tatiana. "Goldenes Gulag, warte. Deine Zeit wird kommen." Sie schloss die Augen und ihr erschien ein Bild. Sie sah, wie sie als kleines Kind im Schnee mitten in den undurchdringlichen Tiefen Sibiriens saß und fror und weinte und dass vor ihr ein großes goldenes Gulag stand, wo ein kindlicher Wächter namens Aloscha Wladimirowitsch Kuznetsov wachte und laut schimpfte, wenn einer der Gefangenen im Gulag einen Fluchtversuch machte. Etwas verwirrt machte Tatiana die Augen auf und schüttelte sich. "Dieses böse Bild! Muss es mich denn unbedingt an den schrecklichen Moment erinnern, wo ich von diesem Gulag aus Gold träumte, wo solche polnischen Anti-Sowjets drinsaßen, und der kleine starke Aloscha versuchte, sie zu verprügeln? Einfach grausam!", murmelte sie. Dann blieb sie vor dem hölzernen Tor zu Prinz Nándrytes Haus stehen und hob den Arm. Sie rief: "Geist Lenins, Geist Stalins, Geister aller verstorbenen Füh...